Leistungsspektrum konservativ
Erkrankungen der großen Gelenke und der Wirbelsäule, von Sehnen, Muskeln und Knochen.

Medikamenten- und Injektionstherapie
Optimierter Medikamenteneinstellung und gezielte Injektionstherapie an Sehnen und Gelenken mit entzündungs- und schmerzstillenden Präparaten stellen den Basistherapiebaustein der Behandlung dar.

Hyaluronsäureinjektionen der Gelenke
Arthrotische Gelenke mit mäßiger Entzündungsreaktion profitieren in hoher Anzahl von einer Hyaluronsäure Injektionsserie, seit Jahrzehnten. Wenn sie akut entzündet sind, muss zuerst die Entzündung raus!
PRP-Therapie/ Eigenblutinjektionen
Thrombozytenreiches Blutplasma erzeugt natürliche Heilung, reduziert Entzündungen und stimuliert die Bildung neuer Blutgefäße. Heilungsprozesse werden mit körpereigenen Gewebshormonen angestoßen und beschleunigt.
Erläuterung: Dabei wird körpereigenes, plättchenreiches Plasma (PRP) nach der Zentrifugation des Blutes direkt in das betroffene Gelenk injiziert. Die Behandlung stimuliert körpereigene Heilungsprozesse und kann eine Alternative zu anderen Therapien wie Hyaluronsäure oder Cortison darstellen, insbesondere bei leichter bis mittelschwerer Arthrose. Die Behandlung wird häufig kombiniert mit physikalischer Therapie wie manueller Therapie, fokussierter Stoßwellen Behandlung oder Elektromagnetischer Transduktionstherapie. Eine kleine Menge Blut wird dem Patienten entnommen und in einer Zentrifuge verarbeitet. Dabei werden die plättchenreichen Bestandteile vom Plasma getrennt. Gewebshormone steuern Heilungsprozesse des Bindegewebes und Knorpels, konzentriertes plättchenreiches Plasma (PRP) enthält eine hohe Konzentration an Wachstumsfaktoren, die die körpereigenen Heilungsmechanismen fördern. Vorteile der PRP-Therapie Die Therapie kann zu einer langanhaltenden Schmerzlinderung und verbesserter Gelenkfunktion führen und zu einer Verlangsamung der Arthrose durch Stimulation der körpereigenen Heilung. Die in den Thrombozyten enthaltenden Gewebshormon, die Zytokine können den Abbauprozess der Gelenke verlangsamen und die Bildung von neuem Knorpel und Gelenkschmierflüssigkeit anregen. Durch die Freisetzung von Wachstumsfaktoren greift die Therapie in den natürlichen Heilungsprozess ein. Die Therapie bietet eine hohe Sicherheit. Da ausschließlich körpereigenes Material verwendet wird, besteht ein geringes Risiko für allergische Reaktionen oder Abstoßung. Die Behandlung eignet sich besonders gut für große Gelenke wie Hüfte und Knie bei leichter bis mittelschwerer Arthrose und für Schulter bei entzündlich degenerativen Veränderungen der Rotatorenmanschette.
Fokussierte Stoßwellentherapie
Sehr energiereiche akustische Wellen werden fokussiert auf erkrankte Stellen im Körper gerichtet. Sie fördern Durchblutung, Geweberegeneration und Stoffwechsel, Schmerzen können reduziert und Heilung beschleunigt werden. Klassischer Einsatz stellt die Zertrümmerung von Sehnenverkalkungen und die Behandlung von Entzündungen dar.
Erläuterung: Die fokussierte ESWT erzeugt einen punktgenauen, intensiven Fokus tief im Gewebe. Die Behandlung wurde von Dornier Ingenieuren zur Zertrümmerung von Nierensteinen entwickelt und hat sich in der Orthopädie als wirksames nichtinvasives Behandlungsverfahren etabliert. Zellregeneration und Stoffwechselaktivierung von Muskel-, Sehnen und Knochenzellen sind die typischen Anwendungsbereiche. Die Anregung der Zellen erfolgt bei dem physikalischen Therapieverfahren durch mechanische Reize vergleichbar mit operativer mechanischer Gewebestimulation mittels Nadelstiche bekannt als operatives „needling“ oder am Knorpel als „Pridie Bohrung“. Sehr gute Anwendungsbereiche der ESWT sind Knochennekrose wie der Morbus Osgood-Schlatter bei Kindern am Knie oder der Ferse, die apophysitis calcanei, der Morbus Sever. Aseptischen Knorpel-Knochennekrosen am Knie, Talus oder den Sesambeinen des Großzehen, der aseptischen Knochennekrose des Os piriformis. Weiter wird die Behandlung erfolgreich eingesetzt bei verzögerter Knochenbruchheilung, Pseudarthrosen und Ermüdungsfrakturen an Mittelfußknochen und am Schienbeinkopf. Bei der Kalkschulter stellt es ein lange etabliertes erstklassiges Behandlungsverfahren dar und wird erfolgreich eingesetzt bei chronischen Muskel-/ Sehnenproblemen wie dem Tennisarm, Achillessehnentendinosen mit und ohne Verkalkungen und anderen Sehnenpathologien wie z.B. der Tibialis posterior Sehne oder den Peronealsehnen häufig kombiniert mit Eigenblutinjektionen.
Elektromagnetische Transduktionstherapie
Eine neuartige hocheffektive physikalische Therapie. Pulsierte hochenergetische 1,5 Tesla starke magnetische Felder erzeugen an Zellmembranen biologische Reaktionen durch elektrische Ströme. Regenerative, analgetische und entzündungshemmende Prozesse im Körper werden stimuliert. Die Detonisation verspannter Muskeln an tiefem Rücken, Hüfte, Schultern und HWS stellt die ideale Indikation dar.
Erläuterung: Die Therapie nutzt das physikalische Prinzip der elektromagnetischen Induktion: Ein sich änderndes, starkes Magnetfeld erzeugt im Gewebe ein elektrisches Feld und damit elektrische Spannungen. Diese Effekte bewirken eine Geweberegeneration und biologische Heilung auf Zellebene, Schmerzlinderung und Muskeldetonisierung, alles regelhafte Problem von orthopädischen Erkrankungen Ein Applikator erzeugt hochenergetischen Magnetimpulse. Transduktion ist ein physikalischer Energieübertragungsweg, ähnlich wie kabellose Ladegeräte Energie übertragen mit hoher Leistung und Frequenz. Diese elektrischen Impulse beeinflussen die Zellen und regen regenerative Prozesse an. Die hohe Frequenz der Magnetfelder ermöglicht eine Eindringtiefe von bis zu 18 cm, wodurch auch tieferliegende Gewebestrukturen behandelt werden können.
Anwendungsgebiete: Akute und chronische Rückenbeschwerden, das peritrochantäre Schmerzsyndrom, HWS-Beschwerden Sehnenentzündungen der Schulter, chronische Schmerzen und Sportverletzungen. Weitere Indikationen stellen chronische Vorfußschmerzen im Rahmen einer Transfermetatarsalgie und neuropathische Schmerzen dar. Nicht-invasiv, nicht-operativ und wird von den meisten Patienten als schmerzfrei empfunden. Es können auch tiefer liegende Gewebe erreicht werden. EMTT lässt sich gut mit anderen therapeutischen Methoden wie der Stoßwellentherapie kombinieren.

Orthobiologie
Orthobiologie ermöglicht eine neue Sicht auf orthopädische Krankheitsbilder. Das Therapiekonzept stellt eine Weiterentwicklung des von der Entwicklung des MRT und der Arthroskopie in der Vergangenheit geprägten schulmedizinischen Ansatzes dar. Röntgenbilder und MRT- Befunde werden nicht operiert! Operationen werden erst erforderlich, wenn Beschwerden nicht mehr adäquat gebessert werden können. Orthobiologie erfordert sprechende Medizin und ein ausgefeiltes konservatives Therapiespektrum.

Cognitive funktionelle Therapie
Cognitiv funktionelle Therapie (CFT) ist ein physiotherapie-gestützter, biopsychosozialer Ansatz zur Behandlung von chronischen Schmerzen und Bewegungseinschränkungen im muskuloskelettalen Bereich. Sie kombiniert physiotherapeutische Übungen mit verhaltenstherapeutischen Methoden, um das Verständnis der Patienten für ihre Schmerzen zu verbessern, die Angst vor Bewegung zu reduzieren und sie zu befähigen, wieder an ihren Werten und Zielen orientierten Aktivitäten teilzunehmen.
Erläuterung: Wichtige Aspekte der kognitiv funktionellen Therapie Verhaltenstherapeutische Elemente: Die Therapie hilft Patienten, ihre Gedanken und Überzeugungen über ihre Schmerzen zu erkennen und zu verändern. Sie fördert neue, hilfreichere Reaktionen auf Schmerz und bekämpft die Vermeidung von Bewegungen, die zu einer Verschlimmerung führen können. Ziel: Das Hauptziel ist es, die Funktionsfähigkeit wiederherzustellen und den Betroffenen zu ermöglichen, wieder an für sie wichtigen Aktivitäten teilzunehmen, indem sie Selbstvertrauen in ihren Körper zurückgewinnen. Merkmale der Kognitiven Funktionalen Therapie (CFT) Ganzheitlicher Ansatz: Die Therapie betrachtet den Menschen ganzheitlich, nicht nur die Schmerzursache. Sie berücksichtigt die Wechselwirkungen zwischen Schmerz, Körperhaltung, Bewegung, Wahrnehmung und psychosozialen Faktoren. Fokus auf Selbstmanagement: Ein zentrales Ziel ist es, den Patienten zu befähigen, seine eigenen Schmerzen zu verstehen und zu bewältigen. Aktive Beteiligung: Der Patient ist aktiv an seiner Heilung beteiligt und entwickelt selbst Lösungen, was zu dauerhaften Veränderungen führen soll. Schrittweise Bewältigung: Die Therapie hilft Patienten, Ängste vor Bewegung zu überwinden, indem sie schrittweise und entspannt die Dinge angeht, die sie fürchten oder vermeiden. Kognitive Umstrukturierung: Ähnlich der KVT werden belastende Überzeugungen und Gedankenmuster hinterfragt und verändert. Anwendung: CFT wird erfolgreich bei chronischen Rückenschmerzen eingesetzt, kann aber auch bei anderen Beschwerden nützlich sein, bei denen psychologische und soziale Faktoren eine Rolle spielen. Ablauf der Therapie Screening und Aufklärung: Zu Beginn wird eine umfassende Erhebung des biologischen, psychologischen und sozialen Profils des Patienten durchgeführt, einschließlich der Schmerzen, der Beeinträchtigung, des Schlafs und der Schmerzüberzeugungen. "Sinn-gebend"-Phase: Der Patient erhält Hilfe, um die komplexen Zusammenhänge seiner Beschwerden zu verstehen. Es wird eine personalisierte, biopsychosoziale Erklärung der Schmerzen entwickelt. Aktivitäts- und Lebensstiländerungen: Die Therapie unterstützt den Patienten dabei, wieder Kontrolle über seinen Körper zu gewinnen, sich wieder schrittweise an vermiedene Aktivitäten heranzuwagen und Entspannungs- sowie Schlafstrategien zu lernen. Dauer: CFT umfasst in der Regel etwa 5 bis 8 Sitzungen innerhalb von 12 Wochen, mit der Möglichkeit weiterer Sitzungen.





